Name |
Der Joseph-von-Deschwanden-Platz |
benannt | 15. Mai 2010 (geplant) | |
benannt nach |
Joseph Wolfgang von
Deschwanden (1819–1866) Erster Direktor des eidgenössischen Polytechnikums 1855. |
StrNr | 2461 | 749 / 897 |
Quelle | StRB | |||
Kreis | 10 | |||
K 8/9 | ||||
Quartier(e) | Höngg | PLZ | 8093 (ETH Hönggerberg) | |
Beginn bei | Wolfgang-Pauli-Strasse | Quartier | Höngg | |
verläuft über | Quartier | |||
Ende bei | Robert-Gnehm-Weg | Quartier | Höngg | |
frühere Namen |
||||
Zusatztext |
Joseph Wolfgang von
Deschwanden (1819–1866) Josef Wolfgang Alois von Deschwanden wurde am 21. Juli 1819 als ältester Sohn des Hauptmanns Victor Josef Louis von Deschwanden (1795-1878) und der Carolina von Deschwanden (1794-1870) in Stans geboren. Er wurde Polytechniker und Ende der 1840er-Jahre Lehrer und Rektor an der Oberen Industrieschule in Zürich. Ab 1851 beriet er die Hochschulkommission in Bern bei den Vorarbeiten zur Errichtung einer Eidgenössischen polytechnischen Schule, deren erster Direktor er im Jahre 1855 in Zürich wurde. Von Deschwanden war aber von ganzem Herzen Wissenschafter und fühlte sich in diesem Verwaltungsposten nicht ganz wohl. So bat er 1856 beim Schulrat um Verminderung seiner verwaltungstechnischen Geschäfte um sich wieder vermehrt der Wissenschaft und der Lehre zu verschreiben. Doch das Gesuch fand kein Gehör, wie auch sein zweites Gesuch vom August 1857, in dem er den Direktionsposten abgeben wollte. Joseph von Deschwanden blieb bis ins Jahr 1859 Direktor des Polytechnikums. Auf ärztlichen Rat hin liess er sich für das anschliessende Wintersemester 1859/60 beurlauben, zu sehr hat ihn das Direktorenamt beansprucht. Im Anschluss daran blieb er der Hochschule bis zu seinem Tode im Jahre 1866 als Lehrkörper erhalten. Am 11. April 1866 starb Josef Wolfgang von Deschwanden im Alter von 47 Jahren an den Folgen einer Lungentuberkulose, einer Krankheit die in der Familie von Deschwanden bereits früher weit verbreitet war.
|
|||
Abbildung |
![]() |
|||
Bildtext | Joseph Wolfgang von Deschwanden | |||
Bildquelle |
Aufnahme:
Keller, J., Zürich
/ ©
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Beachten Sie vor einer allfälligen Bildnutzung die Lizenzbedingungen "Creative Commons" zu diesem Werk. |
|||
Zusatztext |
Der
Joseph-von-Deschwanden-Platz Der zukünftige Joseph-von-Deschwanden-Platz ist eigentlich schon seit Jahren namenlos existent. Er befindet sich auch am 20. März 2011 noch in Planung und daher wurde auf dem ETH-Gelände auch noch keine entsprechende Strassentafel angebracht.
|
|||
Abbildung |
![]() |
|||
Bildtext | Zwischen der Wolfgang-Pauli-Strasse 10 und 14 wird der bestehende Platz zukünftig zu Ehren von Joseph von Deschwanden benannt werden. Aufnahme vom 20. März 2011. | |||
Bildquelle | Bildarchiv Dürst, Zürich. | |||
Abbildung |
![]() |
|||
Bildtext | Ausblick vom einstigen Hermine-Raths-Garten auf den projektierten und zukünftig hier endenden Joseph-von-Deschwanden-Platz. Der Platz existiert schon seit Jahren, die Benennung aber noch ausstehend. Aufnahme vom 20. März 2011. | |||
Bildquelle | Bildarchiv Dürst, Zürich. | |||
Zusatztext |
25. September 2013:
Strassenbenennungskommission, Benennungen auf dem Gebiet der ETH auf dem Hönggerberg, Science City. Mit Beschluss Nr. 749 vom 12. Mai 2010 genehmigte der
Stadtrat die Benennung (einschliesslich «Reservenamen») der geplanten
Gärten, Plätze, Strassen- und Wegverbindungen auf dem Gebiet der ETH auf dem
Hönggerberg, Science City. Mit Schreiben vom 19. August 2013 teilt die ETH
mit, dass mit der Erarbeitung des detaillierten Ausführungsprojekts im
Konzept noch gewisse Unklarheiten erkannt und bereinigt wurden. Das
definitive und ausführungsreife Orientierungssystem / Benennungskonzept
liegt nun vor. Die ETH möchte es noch im laufenden Jahr umsetzen.
Reserve-Namen: – Zu löschende Adressierungen, da in der Reserve aufgenommen und aktuell nicht verwendet: – Elsa-Burckhardt-Blum-Garten Schafmattstrasse: Entgegen dem Stadtratsbeschluss soll neben dem Hönggerbergring auch der Namen Schafmattstrasse erhalten werden. Dadurch kann die Heizzentrale, die nördlich ausserhalb des Hönggerbergrings liegt, mit Schafmattstrasse adressiert werden. Die ETH möchte die Schilder mit ihrem eigenen, neuen Beschriftungssystem gestalten und selber montieren, d. h., sie möchten nicht die blauen Strassenschilder des Tiefbauamts verwenden. Die Mitglieder der Strassenbenennungskommission haben sich eingehend mit den Anträgen befasst und beantragen dem Stadtrat die Benennungen / Anpassungen gemäss beigegebener Zusammenstellung. Die Beschilderung soll dort, wo der öffentliche Verkehr und Taxis verkehren, nach den Grundsätzen des Tiefbauamts erfolgen (Wolfgang-Pauli-Strasse (bereits erfolgt), Schafmattstrasse, Albert-Einstein-Brücke). Innerhalb des Hönggerbergrings wird das von den ETH vorgelegte Beschilderungskonzept bewilligt. Die Einsteinbrücke wird vorläufig mit diesem Namen weitergeführt, muss die Benennung doch vertagt werden, bis die zukünftige Verkehrsführung bekannt ist. Es wird jedoch davon Vormerk genommen, dass sie künftig Albert-Einstein-Brücke genannt werden soll. Neu benannt werden muss der Weg von der Bushaltestelle an der Glaubtenstrasse im Norden bis zum Hönggerbergring. Die Kommission beantragt «Zwidenweg». Diese Bezeichnung geht auf den Flurnamen «Zwiden» (Zu Wyden = zu den Weiden) in diesem Gebiet zurück und wurde erstmals im Jahr 1474 in Höngg nachgewiesen. Quelle: Auszug aus dem hier gekürzten Protokoll des Stadtrates von Zürich vom vom 25. September 2013
|
|||
Zusatztext |
12. Mai 2010:
Strassenbenennungskommission, Benennungen auf dem Gebiet der ETH auf dem Hönggerberg, Science City. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des ETH Standortes Hönggerberg, Science City, gelangte die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich am 21. Juli 2009 an die Strassenbenennungs-Kommission, mit dem Antrag, verschiedene Ring-, Platz-, Garten-, Strassen- und Wegbenennungen vorzunehmen, die zum einen eine Orientierung und klare Adresszuordnung bieten, aber auch eine bessere Identifikation stiften. Eine systematische Analyse des heutigen Leitsystems habe deutlich gemacht, dass die Beschilderung für Ortsfremde keine richtige Orientierungshilfe sei. Dies liege einerseits an der nicht ausreichenden Besucherführung von den Ankunfts- zu den Zielorten, insbesondere aber seien für die Orientierung vertraute Zeichen wie Hausnummern und Strassennamen elementar. Die Gebäude in Science City
seien den beiden bisher vorhandenen Strassen (Wolfgang-Pauli-Strasse
und Schafmattstrasse) zugeordnet, auch wenn viele davon
nicht direkt an diesen Strassen lägen. Die
Orientierung anhand der Postadressen, ohne die
zusätzliche Bezeichnung der Gebäude mit
Kürzeln, sei zurzeit nicht möglich. Quelle: Auszug aus dem Protokoll des Stadtrates von Zürich vom vom 12. Mai 2010
|
|||
Abbildung |
![]() |
|||
Bildtext | ETH/Hönggerberg, Gesamtansichten. Luftbild. Aufnahme vom 10. Juli 1980 | |||
Bildquelle |
Aufnahme:
unbekannt
/ ©
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Beachten Sie vor einer allfälligen Bildnutzung die Lizenzbedingungen "Creative Commons" zu diesem Werk. |
|||
Zusatztext |
Das Strassenbenennungskonzept ETH- Hönggerberg, Science City. Das Strassenbenennungskonzept basiert auf sechs Ebenen:
Der Quartierverein Höngg hat keine Einwände erhoben. Quelle: Auszug aus dem Protokoll des Stadtrates von Zürich vom vom 12. Mai 2010
|
|||
Links zum Thema |
Das Tagebuch des ersten Polytechnikumsdirektors - ETH History | |||
Josef Wolfgang von Deschwanden (1819-1866) - Dissertation von Peter Gyr, 1981 (Link ETH-Bibliothek) | ||||
Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte auf den angegebenen Webseiten |